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Justizminister Bausback über Nazi-Raubkunst Freistaat Bayern will auf Gurlitt zugehen - Bavarian Ministry of Justice wants agreement with Gurlitt

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Süddeutsche Zeitung 15 November 2013
Von Frank Müller und Klaus Ott

1400 Bilder hat der Freistaat von Cornelius Gurlitt beschlagnahmt. Im SZ-Interview regt Justizminister Winfried Bausback an, eine gütliche Lösung über die Rückgabe von früherem Eigentum jüdischer Bürger zu finden. Mit Verjährung zu argumentieren, wäre für ihn "schwer erträglich".

Der Freistaat Bayern will sich mit Cornelius Gurlitt gütlich über die bei ihm beschlagnahmten 1400 Bilder einigen. Justizminister Winfried Bausback (CSU) sagte in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Freitagsausgabe), es wäre im Interesse aller, "wenn es zu einer einvernehmlichen Lösung käme". Wer sich daran beteilige und damit auch an einer Rückgabe von früherem Eigentum jüdischer Bürger und anderer Verfolgter mitwirke, dem gebühre "Respekt und Anerkennung". Entscheidend sei nicht, wer mit Gurlitt rede, sondern dass mit ihm geredet werde.

Es gehe um Deutschlands Verantwortung für die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus, sagte Bausback. Ihm sei wichtig, dass die Erforschung der Herkunft der Bilder "jetzt auf breiter Front mit vereinten Kräften erfolgt". Geklärt werden müsse, welche Bilder "Nazi-Raubkunst" seien und den Eigentümern im Zusammenhang mit der Verfolgung durch die nationalsozialistische Terrorherrschaft entzogen worden seien. "Es geht doch maßgeblich auch darum, dass diese ihre Eigentumsrechte geltend machen können."

Wenn den betroffenen Eigentümern von Bildern, die in der nationalsozialistischen Terrorherrschaft faktisch enteignet worden seien, jetzt Verjährung entgegengehalten werden könnte, dann wäre das schwer erträglich. "Wir schauen uns deshalb genau an, ob für den Fall der Enteignung von Kunstwerken durch das NS-Unrechtsregime jedenfalls für bösgläubige spätere Erwerber eine Berufung darauf ausgeschlossen werden sollte", sagte Bausback zu einer möglichen Verjährung und deutete damit eine Gesetzesnovelle an.

Guide English Translation

Bavarian Justice Minister Winfried working to find an amicable solution on the return of former property of Jewish citizens from the Gurlitt collection. Were Gurlitt to use the statute of limitations in these cases this would, he says, be "hard to bear ".

The Free State of Bavaria wants an amicable agreement with Cornelius Gurlitt over the 1400 images seized from him, Justice Minister Winfried Bausback (CSU ) said in an interview with the Süddeutsche Zeitung ( Friday edition ), "it would be in the interests of everyone if it came to an amicable solution" "  There needs to be "respect and recognition" in the return of property taken from Jews and other victims of persecution. The decisive factor is not who will talk to Gurlitt, but that we must talk to him.

This is about Germany's responsibility for the dealing with the crimes of National Socialism, Bausback said. It was important that the study of the origin of the works of art "now takes on a broad front with united forces." Which works are Nazi looted art taken from their owners during the Nazi reign of terror as a result of persecution must be clarified  "It's important that the owners can assert their property rights".

It would be hard to bear if the statute of limitations could be relied on. "We are therefore looking closely at whether it can be ruled out in the case of expropriation of works of art by the Nazi regime" and said that a possible amendment to the statute of limitations may be proposed. 


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