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'Kunst sammeln, Kunst handeln: Beiträge des Internationalen Symposiums in Wien'

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Title

Kunst sammeln, Kunst handeln: Beiträge des Internationalen Symposiums in Wien

Author

Eva Blimlinger and Monika Mayer, eds

Date

May 2012

Description


(Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung, Band 3)
Herausgegeben von Eva Blimlinger und Monika Mayer
2012, 324 S., 30 s/w- und farb. Abb., Gb. mit SU, EUR 39,–

Es gilt inzwischen als Tatsache, dass der Kunsthandel tief in den nationalsozialistischen Kunst- und Kulturgutraub verstrickt gewesen ist – der wiederum als Teil der nationalsozialistischen Verfolgungs-, Vertreibungs- und schließlich Vernichtungspolitik betrachtet werden muss.

Kunst- und Antiquitätenhandlungen sowie Antiquariate in jüdischem Eigentum wurden arisiert, entzogen oder zwangsweise aufgelöst, Warenbestände veräußert und Sammlungen zerschlagen. Verfolgte Jüdinnen und Juden sahen sich gezwungen, privaten Kunstbesitz und Bibliotheken weit unter dem tatsächlichen Wert an Händler und Händlerinnen regelrecht zu verschleudern, um ihre Flucht oder diskriminierende Steuern bezahlen zu können. Der Kunsthandel zählte zu den großen Profiteuren dieser gewaltsamen rassistischen Umverteilungsmaßnahmen.

In den rund 30 Beiträgen von internationalen HistorikerInnen und KunsthistorikerInnen wird zum einen die Schlüsselrolle des Kunsthandels in diesem Prozess beleuchtet. Zum anderen werden die Voraussetzungen bzw. die Folgen dieser Entwicklungen bis hin zur Gegenwart analysiert.

English translation:

It is now considered fact that the art market was deeply implicated in Nazi art and cultural property theft as part of Nazi persecution, expulsion and destruction.

Jewish-owned art dealers and antique shops were aryanised, taken over or their stocks and collections forcibly sold and destroyed. Persecuted Jews were forced to sell art collections and libraries far below the actual value dealers in order to pay for their flight or discriminatory taxes. The art market was one of the major profiteers of these violent racist redistributive measures.

In the 30 essays by international historians and art historians, the key role of the art trade in this process is illuminated and the conditions and consequences of these developments are analysed up to the present.

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