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'"Es ist was Wahnsinniges mit der Kunst" Alfred Flechtheim. Sammler, Kunsthändler, Verleger'

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Title

"Es ist was Wahnsinniges mit der Kunst" Alfred Flechtheim. Sammler, Kunsthändler, Verleger

Author

Ottfried Dascher

Date

December 2011

Description



Mit einer Bibliographie von Rudolf Schmitt-Föller und einer Stammtafel von Rico Quaschny


Bis heute verkörpert Alfred Flechtheim wie kaum ein zweiter die ‹Goldenen 20er Jahre›: Seine Berliner Kunsthandlung erlebte in jener Zeit einen kometenhaften Aufstieg und bestimmte mit Picasso, den Kubisten und neuen deutschen Künstlern die Debatten; sein Magazin «Der Querschnitt» erfand eine neue Mischung von Themen aus Kunst, Sport und Lebewelt. Legendär auch die glamourösen Feste der Galerie, auf denen sich die Prominenz des neuen Berlin drängelte: Filmstars und Hochfinanz, Preisboxer und Künstler jeder Couleur. Begonnen hatte Flechtheim als Sohn einer vermögenden Familie von Getreidehändlern. Schon früh betätigte er sich als Sammler der Avantgarde und war der spiritus rector des «Sonderbund», dessen Kölner Ausstellung im Jahre 1912 der modernen Malerei in Deutschland zum Durchbruch verhalf. Ein Jahr später eröffnete Flechtheim in Düsseldorf eine eigene Galerie, die er wegen des Krieges jedoch bald wieder schließen mußte. 1919 wagte er den Neuanfang und expandierte bald nach Berlin. Zugleich packte ihn der «Verlegerrappel»: Er gründete den «Querschnitt» und brachte aufwendige Mappenwerke seiner Künstler heraus. In der Galerie gab sich die Crème de la Crème der Avantgarde die Klinke in die Hand: George Grosz, Renée Sintenis, Fernand Léger, Max Beckmann, Paul Klee und viele andere. Mit dem Schwarzen Freitag und der Machtergreifung der Nazis findet all dies ein jähes Ende. Flechtheim hat Schulden, die antisemitische Repression zwingt ihn zur Liquidierung der Galerie, rastlose Reisen durch Europa beginnen. An allen Ecken fehlt Geld, dazu die Sorge um seine in Berlin verbliebene Frau. Am 9. März 1937 stirbt Alfred Flechtheim als gebrochener Mann in London.
Mit Ottfried Dascher legt der beste Flechtheim-Kenner die erste umfassende Biographie dieses unvergleichlichen Kunstenthusiasten vor.


Zum Autor :
Ottfried Dascher, geb. 1936 in Nidda/Hessen. Studium der Geschichte, Germanistik, Politischen Wissenschaften, Volkswirtschaft in Marburg und Berlin, 1965 Promotion. Ab 1970 Direktor des Westfälischen Wirtschaftsarchivs Dortmund; seit 1980 Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum; von 1992-2001 Leiter des Nordrhein-WestfäLieschen Hauptstaatsarchivs in Düsseldorf. Zahlreiche Publikationen zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte sowie zum deutschen und internationalen Archivwesen. Seit 2003 intensive Recherchen zu Alfred Flechtheim.

Nimbus Verlag 2011
511 Seiten, 39,80 Euro

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